Wichtig, aufklärend, beklemmend
Erscheinungsdatum: 16.09.2025
Verlag: Kyss
ISBN: 9783499016233
Sprache: Deutsch
Gebundenes Buch 480 Seiten
„I’m lost. And I don't ever want to be found …
Ein luxuriöses Strandhaus, ein erfolgreicher Footballstar als Ehemann. Von außen wirkt das Leben der 21-jährigen Darcy perfekt. In Wahrheit ist es ein Albtraum. Jeder Schritt wird von ihrem Mann beobachtet, jeder vermeintliche Fehler bestraft. So kann sie nicht weitermachen. So will sie nicht weitermachen. Während sie ihre Flucht plant, begegnet sie Ellis – einem Engländer, der auf den ersten Blick erkennt, was sie vor allen anderen verzweifelt verbirgt. Darcy ahnt nicht, dass es genau diese Begegnung ist, die ihr Leben für immer verändern wird. Denn Jason wird sie nicht einfach so gehen lassen …
Intensiv, fesselnd und schmerzhaft – ein sensibler Liebesroman über eine toxische Beziehung und den Kampf zurück zu sich selbst …“
In „Lost Girls“ geht es ganz grob gesagt um eine gewalttätige Ehe. Dabei trifft die Geschichte genau die richtige Mischung aus beklemmend, informativ und warmen Momenten, die Hoffnung schenken. Ich habe das Buch wie eine Süchtige gelesen. Ich hatte immer Angst davor, was wohl als nächstes passiert, musste gleichzeitig wissen, ob das schlimmste Szenario eintritt oder nicht. Teilweise bescherte mir die Geschichte damit mehr Gänsehaut auf den Armen als beim Lesen mancher Thriller.
Dabei war es total beklemmend, einige Szenen zu lesen und zu wissen, dass das so oder so ähnlich die Realität einiger Menschen ist. Ich war wütend, starr vor Angst und habe mich zusammen mit der Hauptfigur total hilflos gefühlt. Es war hart zu lesen, aber so gut, so authentisch geschrieben. Wunderbar finde ich vor allem, wie es über einige Themen aufklärt oder auf wichtige Denkanstöße aufmerksam macht.
Emotional hat es mich auf jeden Fall auseinandergenommen. Nikola Hotel schreibt ihre Geschichte mit viel Gefühl, so dass sich das Erlebte hautnah anfühlt. Viele Aussagen treffen es auf den Punkt oder hinterlassen Eindruck mit poetischen Worten. Ich musste mir einige Textstellen herausschreiben.
Darcy durfte ich in ihren dunkelsten Momenten kennenlernen. Mitten in einer Ehe, die sich immer gewaltvoller zeigt und einem bewegenden Gedankenstrudel. Verantwortlich dafür ist ihr Ehemann Jason. Die charmante Maske über den verteilten Spitzen, der kontrollierenden Worte und Taten war erschreckend. Darcy und ihr obsessiver, manipulierender Ehemann wurden über die Zeilen lebendig ausgearbeitet.
Die kleinen Worte und Taten, aus denen Darcy irgendwann Hoffnung und Kraft gezogen hat, waren wertvoll. Da sind einige Aussagen und Zuspruch getätigt worden, die mich gerührt haben. Auch für den Rückhalt in diesen Momentaufnahmen, habe ich das Buch geliebt. Vor allem das The Belle House hat mit seinen Bewohnern einen Platz in meinem Herzen eingenommen. Genauso, wie der kleine Nachbarsjunge Max, der mit seiner feinenglischen Art, nichts Negatives sagen zu wollen, für so schöne Herzensmomente und Schmunzler gesorgt hat.
Ein wichtiges Thema, das eine starke, aufklärende Stimme bekommen hat. Dabei ist das Buch sowohl gefühlvoll, warm, als auch beklemmend und hart. Auf jeden Fall eine Leseerfahrung, die ich nicht missen will.







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