**R** „That’s Not My Name“ von Megan Lally

Genau die richtige Portion Thrill, Spannung und Charaktertiefe



Erscheinungsdatum: 29.10.2026

Verlag: Carlsen

ISBN: 9783551323170

Sprache: Deutsch

Taschenbuch 384 Seiten

„Wem vertraust du, wenn du dir selbst nicht mehr trauen kannst?

Was machst du, wenn du nach einem Autounfall ohne Erinnerungen am Rande einer Straße aufwachst? Was, wenn dich ein Mann, der sich als dein Vater ausgibt, von der Polizeistation abholen will? Er hat deine Dokumente, zeigt Familienfotos, alles passt so gut zusammen. Dein Name ist Mary. Das sagt er zumindest.

Drew ist am Rande der Verzweiflung. Schon seit Wochen ist Lola verschwunden, und was läge da näher, als dass er, ihr Freund, sie ermordet hat?! Davon scheinen zumindest die Bewohner der Stadt überzeugt. Drew lässt nichts unversucht, seine Freundin zu finden. Denn es ist noch nicht alles verloren - oder?

Ein Wettlauf um die eigene Erinnerung – Nervenkitzel bis zur letzten Seite!“

Man sagt, dass man sich in der Regel den ersten Satz in Gesprächen und Büchern nicht merken kann. In „That’s Not My Name“ wird das nicht passieren.

Erster Satz und das Buch hatte mich schon hooked…

„Ich glaube, ich bin vielleicht tot“

Grundsätzlich geht es darum, dass ein Mädchen blutig und voller Dreck von der Polizei auf der Straße aufgegabelt wird. Ohne Gedächtnis, ohne Erinnerung an sich oder ihr Gesicht. Auf der Polizeiwache wird sie von ihrem Vater gefunden, der gerade eine Vermisstenanzeige aufgeben will. Er sagt ihr, sie heißt Mary. Im Zusammenhang mit dem Titel ist klar: Da ist was faul.

Im Buch gibt es dann genau zwei Perspektiven und der erste Satz, der nächsten Perspektive war…

„Das Leben ist kacke, wenn alle glauben, du hättest deine Freundin umgebracht.“

Drew sucht seit Wochen nach seiner vermissten Freundin, während die Stadt ihn als Übeltäter hinter ihrem Verschwinden im Verdacht hat.

Kapitelanfänge und Kapitelcliffhanger sind bei der Autorin richtig stark. Der Schreibstil hat mich schnell durch die Seiten flitzen lassen, ein gutes Spannungslevel aufgebaut und die Emotionen genau richtig verpackt. Die Kapitel habe ich gefühlt so schnell weggesnackt, wie eine leckere Tüte Schokobons („Nur noch eins“).

Beide Hauptcharaktere werden mit viel Gefühl geschrieben, so dass sie sich bereits nach wenigen Seiten hautnah und lebensecht anfühlen. Ich wollte sie direkt beschützen, auch wenn ich stellenweise noch keine Ahnung hatte wovor. Die Gefahr deutet sich jedoch unterschwellig an und verfolgt einen wie ein penetranter Schatten. 

Die Perspektivenwechsel liefern Häppchenweise Informationen, eine düstere Vorahnung und einen schaurigen Unterton. Diese habe ich angenommen wie Puzzlestücke, um sie langsam zu einem Gesamtbild zusammenzusetzen. Ich habe meine Theorien aufgestellt und mit einigem recht behalten. Doch mit dem Schreibstil kam keine Sekunde Langeweile auf. Und am Ende wurde ich mit einem Twist noch überrascht, obwohl gute Hinweise verstreut waren. 

Für mich als Gerne-Einsteiger hatte es genau die richtige Portion Thrill, Spannung und Charaktertiefe.

„That’s Not My Name“ bietet ein Spannungslevel, um in die Nacht hinein zu lesen. Die Geschichte überzeugt vor allem mit einem grandiosen Schreibstil. Auf den Punkt gebracht, witzig, emotional und Gänsehaut verbreitend. Vor allem die Kapitelanfänge oder -cliffhanger werden mit hier sehr in Erinnerung bleiben.

Mir ist es leichtgefallen, mich in die Charaktere hineinzuversetzen, mitzuleiden oder zu rätseln, welche Auflösung hinter einigen Fragezeichen warten. Einen Teil meiner Theorien habe ich im Plot wiedergefunden, während sich ein Plottwist überraschend, still und heimlich von Hinten angeschlichen hat.


( 5 / 5 Dschinn)


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Was ich bei dem Buch besonders spannend fand? Auf der Homepage der Autorin gibt es ein Extra-Kapitel (auf Englisch). Achtung! Sie empfiehlt das Kapitel nach dem Buch zu lesen. 

Ich fand den Einblick auf jeden Fall super interessant. ♥

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