Muss ich mir heute Sorgen um dich machen?
Erscheinungsdatum: 31.01.2025
Verlag: LYX
ISBN: 9783736323032
Sprache: Deutsch
Taschenbuch 464 Seiten
Band 2 - Inhaltsbeschreibung & Rezension spoilerfrei
„Manchmal gewinnst du, und manchmal verlierst du. Aber egal was passiert, du spielst immer weiter
Avery Kingsleys großer Traum geht in Erfüllung, als sie das Angebot bekommt. In der nächsten Saison das Baseball-Team der Highschool als Head-Coach zu trainieren. Doch plötzlich ist Baseball-Star Nathan Pierce zurück in Honey Creek - und mit ihm sorgsam verstaute Erinnerungen an Averys erste große Liebe. Nathan soll sich mit ihr die Leitung des Teams teilen, dabei möchte Avery nichts lieber, als sich von ihm fernzuhalten und ihr Herz zu beschützen. Denn sie spürt bei jeder Begegnung, dass das Spiel zwischen ihnen auch für Nathan noch nicht vorbei ist ...“
Ein wirklich trauriges, tiefgründiges, emotionales Buch, das zugleich warm, lustig und familiär ist.
Avery ist das älteste Kind unter den drei Kingsleys-Schwestern. Damit sah sie die Verantwortung immer bei sich und kämpft, um stark und da zu sein. Gleichzeitig macht sie das manchmal einsam, verbittert und überfordert sie auch. Manchmal ist die Überforderung so schlimm, es fesselt sie ans Bett. Ihre Charakterbeschreibung geht ins Herz, lässt manchmal schlucken, da so viele Momente zum Nachfühlen geliefert werden. Ich hätte sie von Seite 1 gern in die Arme genommen.
Und wer nimmt sie nicht in den Arm? Ihr Verlobter Wesley. Ihre Beziehung basiert auf Statistiken und sanften, zufriedenen Gefühlen. Bis seine etwas aufdringliche, beste Freundin das Bild betritt.
Ich persönlich war kein Fan von Wesley. Sein Verhalten und seine Worte fand ich manchmal grenzüberschreitend, nur um Avery dann als hysterisch und „typisch Frau“ darzustellen. Am schlimmsten ist, dass sie wirklich das Gefühl bekommt, das Problem zu sein. Es brach mir das Herz. Aus meiner Sicht wurde damit Gaslighting perfekt im Buch eingefangen. Da hätte es mir nur gut gefallen, hätte ihm das mal jemand gesagt.
Doch dann zeigten sich leichte Züge einer Sports Romance. Seit Jahren trainiert Avery die Highschool Baseball-Mannschaft mit Herz und Seele. Doch sie treten auf der Stelle, weshalb die Schule Nathan, Ex-Baseballstar und Ex-Freund von Avery, engagiert. Ich habe die Mannschaft geliebt. Die Jungs sind herzlich und zeigen familiären Zusammenhalt. Zudem waren die Entwicklungen in der Lovestory und die damit verbundene Charakterentwicklung von Avery schön sowie authentisch.
Über das Buch hinweg wird das Thema weiblicher Missstände in überwiegend männlichen Berufen sensibel und groß aufgegriffen. Als Baseballtrainierin muss sich Avery häufig anhören, sie wäre hier falsch und bekommt erklärt, wie labil, jähzornig, unfähig oder zickig sie als Frau ja wäre. Es ist provokativ und schwer zu verfolgen, denn Avery hat einiges auf dem Kasten! Dennoch ist es wichtig, dass es Raum in Geschichten erhält, um mehr Aufmerksamkeit darauf zu lenken, wie falsch man mit solchen Aussagen liegen kann.
Ich fand es toll, dass es neben der Lovestory noch einige Herzensmomente gab. Vor allem Averys Dad und ihre Schwestern sorgen für Durchatmer, ein Grinsen im Gesicht und durch den gemeinsamen Rückhalt für ein warmes Gefühl im Magen.
Ein wirklich trauriges, tiefgründiges, emotionales Buch, das zugleich warm, lustig und familiär ist.
„Solange wir atmen, gibt es Hoffnung.“ – S 350
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Band 1: Was wir im Stillen fühlten






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