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**R** „Schneesturm und Rosenblut“ – von Jacqueline Weichmann-Fuchs

 Schneeweißchen und Rosenrot meets Frozen 


Erscheinungsdatum: 28.07.2022

Verlag: /

ISBN: 9783982467108

Sprache: Deutsch

Geheftet 229 Seiten

Vielen herzlichen Dank an die Autorin für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplares! ♥

„Eine humorvolle Liebesgeschichte, die auf dem Märchen von „Schneeweißchen und Rosenrot“ basiert

„Eira!“, schreit Rhosyn und stürmt wutschnaubend aus der Hütte. „Löse sofort deinen Eiszauber, damit ich meine Hand aus dem vereisten Wassereimer bekomme.“ „Ganz sicher nicht!“, grinst ihre jüngere Schwester belustigt und schüttelt ihren Kopf. „Solange ich damit beschäftigt bin, deine Distelattacke aus meinen Haaren zu kämmen, bleibt der Eimer an dir dran.“ „Das werden wir noch sehen!“, zischt Rhosyn frustriert und lässt neben Eira eine riesige Rosenhecke wachsen.

Was tun, wenn das Leben einem übel mitspielt und zwei Prinzen an den Rand der Verzweiflung treibt? Ist es da Zufall oder Schicksal, wenn sie auf ihrem Weg zwei streitenden Schwestern begegnen, die unterschiedlicher nicht sein könnten? Können diese zwei jungen Frauen den Prinzen helfen oder machen sie alles nur noch schlimmer? Doch die Zeit drängt! Denn nur zusammen ist es ihnen möglich, die Prinzen von einem bösen Zauber zu befreien und das Reich zu retten.“

Geschwisterliebe. Wer kennt diese ironische Beschreibung für zankende Geschwister nicht? Doch Eira und Rhosyn bringen diese Beschreibung auf ein neues Level. Die Zwei sind gefühlt die Streithähne der Nation und in ihren Streichideen praktisch unantastbar – wirklich Hut ab an die Kreativität der Autorin an dieser Stelle. 

Von der Autorin werden viele Gegensätze und Reibungspunkte ins Geschehen hineingearbeitet. Die Schwestern sind bereits auf sich allein gestellt, Eine möchte auf die Andere aufpassen und die Andere will sich ausleben, hört natürlich nicht und fühlt sich eingeengt. Dadurch ergeben sich viele Spannungen und ihre Tendenz für lustige, magische Streiche. 

Rhosyn hat eine magische Affinität zu Pflanzen, wodurch sie mal Pflanzen in Eiras Zimmer wachsen lässt und absichtlich Ungeziefer anziehen möchte. Währenddessen friert Eira alles Mögliche zu Eis, wie zum Beispiel das Badewasser von Rhosyn. 

Doch unter den Prinzenbrüdern ist Byron auch ziemlich gut dabei mit seinen Streichen. Der zweitgeborene Prinz treibt viel Schabernack, genießt Aufmerksamkeit, aber kann nichts mit Regeln anfangen. Auf der anderen Seite ist der Thronerbe, der sich absolut regelkonform verhält, Bücher und Bibliotheken sind die absolute Freizeitbeschäftigung, aber Überlebenskills oder soziale Umgangsformen fallen ihm schwer. 

Byron sorgt mit einem Hexenstreich dafür, dass die zwei verflucht werden und Hilfe einer magiebegabten Person benötigen. Was sie zu den zwei streitenden Schwestern führt.

Es gibt viele Reibereien folglich jugendlicher Charaktere, die noch in der Findungsphase sind und zwischen Verantwortung und Selbstverwirklichung jonglieren. Durch die Kontraste streiten die Hauptfiguren viel miteinander, aber lassen mit jedem Satz ihre Liebe zueinander durchsickern. Und somit ziehe ich wieder einen Rückschluss zum Anfang meiner Rezension. "Schneesturm und Rosenblut" ist ein Buch mit starken Fokus auf Geschwisterliebe mit überspitzter Darstellung klassischer Alltagsprobleme. 

Die Spannungen sind sehr humorvoll gestaltet und von kreativen Streichen durchzogen. Natürlich findet sich dadurch ganz viel Drama im Buch, was mich mit dem humorvollen Touch wirklich gut unterhalten hat. Auch romantische Gefühle werden aufgegriffen und runden das Leseerlebnis schön ab.

Lediglich das Ende empfand ich etwas abrupt. Der letzte Showdown war schneller vorbei, als ich erwartet hätte, wobei das durch paar weitere Epilog-Seiten wieder etwas abgefedert wurde. 


Drama, Lachen und Magie. Jedes Geschwisterchen wird sich in der Geschichte ein wenig wiederfinden und über das gegenseitige Foppen schmunzeln. Einige Streitereien werden überspitzt dargestellt, aber lassen sich gut auf den Alltag übertragen. 


( 4 / 5 Dschinn)


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1 Kommentar:

  1. Hallo Leni 😊

    was für eine schöne Rezension! Vielen, vielen lieben Dank dafür. Es freut mich immer riesig, wenn ich deine tiefgründigen Rezensionen lesen darf. Ja, die Streitereien habe ich absichtlich sehr überspitzt dargestellt, damit der Märchencharakter gut zur Geltung kommt. Was mich noch brennend interessieren würde ist, wie du mein Kaninchen fandest? 😁
    Ganz liebe Grüße

    Jacqueline

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