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**R** „Das Blubbern von Glück“ – von Barry Jonsberg

„Es gibt eine unendliche Zahl möglicher Leben, doch du kennst nur das eine, das du lebst“ (S. 198)




Erscheinungsdatum: 22.09.2014

Verlag: cbt

ISBN: 9783570310892

Sprache: Deutsch

Flexibler Einband 256 Seiten







„Hier kommt Candice Phee! 12 Jahre alt, wunderbar ehrlich und ein bisschen ... anders. Und auch wenn viele sie nicht auf Anhieb verstehen – Candice hat ein riesiges Herz. Sie ist entschlossen, die Welt glücklich zu machen. Nur leider ist das gar nicht so einfach ...Denn wohin Candice auch sieht – an jeder Ecke lauert das Unglück. In ihrer Familie, die früher vor Glück geblubbert hat, spinnt sich neuerdings jeder in seinem eigenen Leid ein. Ihr superkluger Freund Douglas Benson versucht seit Langem vergeblich, in eine andere Dimension zu reisen. Und ihr Haustier, Erdferkel Fisch, hat womöglich eine ernsthafte Identitätskrise. Candice macht sich ans Wunderwerk, um jedem Einzelnen von ihnen zu helfen. Und wie sie das schafft und zum Schluss wirklich jeder um sie herum ein dickes Stück glücklicher ist, das ist das Allerwunderbarste an ihrer Geschichte.“



In „Das Blubbern von Glück“ lernt der Leser die originelle Candice Phee kennen. Von ihrer Lehrerin hat die ganze Klasse die Aufgabe erhalten, einen Aufsatz zu schreiben mit Absätzen zu jedem Buchstaben im Alphabet. Allerdings entschließt sich Candice, jedem Buchstaben mehr als nur einen Absatz zu widmen. Die Klasse soll einen Erlebnisbericht schreiben und sie findet, dazu gehören einfach mehr Absätze!

Den Roman liest man also in Form eines Aufsatzes von Candice. Zwischendurch kann man noch einige Briefe lesen, die sie ihrer Brieffreundin Denille aus Amerika zusendet. Somit erhält man eine geballte Ladung an Informationen über den Alltag von Candice, über ihre Gedanken, worüber sie sich den Kopf zerbricht und ihre Gefühle.

Schnell wird einem klar, was für ein besonderes Mädchen die kleine Candice ist. Sie nimmt das Leben sehr genau, sie ist sehr ehrlich und auch wirklich direkt. Von sich selbst behauptet sie, dass sie nicht Lügen kann und auch Sarkasmus, sowie Ironie nicht wirklich nachvollziehen kann. Candice verkörpert dadurch Weisheit, aber behält auch ihre kindliche Art. Doch verfolgt sie oft Gedanken, die selbst bei einem Erwachsenen weise klingen würden und sicherlich selten anzufinden sind.

Zum Beispiel denkt Candice darüber nach, welche Perspektive wohl ihr Goldfisch auf sie haben muss. Sie erscheint ja mit einem großen Kopf, immer wie aus dem Nichts. Vielleicht denkt er, sie wäre eine Art Gott oder eine Person, die versucht dem Fisch den Sinn des Lebens zu vermitteln, wenn sie mit ihm redet. Nur kann der Fisch das vielleicht gar nicht verstehen, weil das Fischglas ihre Worte abfängt? Dieses 12-jährige Mädchen, hat einen so interessanten Kopf. Nicht selten lädt ihre Sichtweise auf die Welt dazu ein, einmal ein wenig anders zu denken.

Mit ihrer kompletten Art hat sie mich auch ständig an Sheldon Cooper aus The Bing Bang Theory erinnert. Denn obwohl Candice so ein ehrlicher Mensch ist, den Humor von anderen Leuten nicht versteht und ganz besonders Sarkasmus immer wieder missversteht, so entsteht genau dadurch ihr ganz eigener Humor.


Und wie dieses ganz besondere, lebensfrohe Mädchen etwas Glück in ihre Familie zurückholt, die gerade einen schweren Schicksalsschlag hinnehmen musste, die verstritten ist mit ihrem Reichen Onkel Brian – kurz ROB – oder etwas Glück mit ihrer Klassenkameradin, ihrem ersten Kumpel Douglas aus einer anderen Dimension, ihrer Lehrerin oder gar ihrer Brieffreundin Denille teilt, davon erzählt dieses Buch. Und das in einer ganz wundervollen, teils auch poetischen Weise.



„Da Montag war, herrschte mehr Verkehr, doch ich vermied es, überfahren zu werden, denn das hätte meiner Stimmung einen ganz schönen Dämpfer versetzt“ (Candice S. 89)



( 4 / 5 Dschinn)


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An einem Gedanken von Candice bin ich besonders hängen geblieben:

"Ich mag nur Filme, die mich zum Weinen bringen" (S. 14)

Dieses total fröhliche Wesen, das alle glücklich machen möchte, mag nur Filme, die sie zum weinen bringen. Das hat mich total fasziniert, also möchte ich euch fragen: Wie steht ihr zu Filmen, die euch zum Weinen bringen? Möchtet ihr das lieber vermeiden oder seit ihr auch ein totaler Fan davon? Wenn ihr einen guten Film gesehen habt, der euch zum Weinen gebracht hat, dann lasst mir gerne eine Empfehlung da. =)


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Kommentare:

  1. Huhu Leni,
    ahhh, da ist sie ja, deine Rezension. <3
    Wie du ja weißt, gehörte dieses Buch ein Jahr lang zu meinen absoluten Jahreshighlights. Ich habe Candice geliebt und sie ist auch heute noch ein Charakter, den ich unheimlich gerne einmal persönlich kennenlernen würde.

    Umso mehr habe ich mich gefreut, dass du das Buch auch unbedingt lesen und dass du deine Zeit mit Candice teilen wolltest. Ich hoffe, dass du sie ebenso sehr ins Herz schließen konntest, wie ich es getan habe.

    Was deine Frage angeht: Wenn ich Filme gemeinsam mit anderen Leuten anschaue, versuche ich möglichst nicht zu weinen. Wenn mir doch eine Träne hochkommt, dann versuche ich schnell an was anderes zu denken. Wenn ich Filme alleine ansehe, dann darf mich die Handlung auch gerne zum Weinen bringen. Ich finde es sehr gut, wenn Bücher oder Filme einen so sehr bewegen, dass Emotionen (so dass man Lachen oder eben auch weinen muss) freigesetzt werden. Gerade das macht doch gute Geschichten aus :o)

    Ganz liebe Grüße
    Tanja :o)

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    1. Huhu Tanja,

      ich kann wirklich sehr gut nachvollziehen, dass Candice sich so sehr in dein Herz schleichen konnte. Sie ist eine unglaublich originelle und liebenswürdige Persönlichkeit. Die Idee, dass sie einfach nur ein wenig mehr Glück verbreiten möchte, ist so süß. Ich danke dir nochmal für diese wundervolle Empfehlung. <3

      Das hast du wirklich schön beschrieben. Ich denke auch, wenn eine Geschichte so mitreißen konnte, dann ist sie wirklich gut. Gibt es einen Film, der dich emotional so mitgerissen hat, dass du in Tränen ausgebrochen bist und der dir besonders in Erinnerung geblieben ist?

      Ganz liebe Grüße
      Leni =)

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