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**R** „Die Teufels-Trilogie 1: Des Teufels Jägerin“ – von Sandra Binder


Halte dich an deine Abmachung!



Erscheinungsdatum:
12.11.2020

Verlag: Impress

ISBN: B08KQCLBCH

Sprache: Deutsch

E-Buch Text 416 Seiten

Vielen herzlichen Dank an den Verlag und netgalley für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares! ♥


„»Mein Name ist Antonia Stark. Ich bin eine Kopfgeldjägerin im Auftrag des Teufels und ich weiß nicht, ob ich diesen Job überleben werde.«

Antonia hat einen Pakt mit dem Teufel geschlossen und seitdem bestraft sie in seinem Namen all jene, die ihren Vertrag mit Luzifer brechen. Selbst Nephilim, die Halbengel, die auf Erden wandeln, können Antonias höllischer Klinge nicht entkommen. Bis Alek in ihr Leben tritt. Der Engel versucht hartnäckig einen ihrer Aufträge zu vereiteln, und als wäre das nicht schon genug. will er die Jägerin auch noch bekehren. Eine lächerliche Idee – und dennoch fühlt sich Antonia auf eigenartige Weise zu ihrem Feind hingezogen. Wenn sie nicht aufpasst, wird sie binnen eines Flügelschlags selbst zur Gejagten …“

Der Weltenentwurf dieses Buches erfindet das Rad nicht neu. Es gibt eine Ober- und eine Unterwelt, den Teufel, Engel, Dämonen oder Vampire. Doch was absolut neu ist? Jemand, der sich auf die Jagd macht, wenn du dich nicht an deine Abmachung mit dem Teufel hältst. Die Idee hat mich direkt fasziniert. 

Eine der Jägerin ist Antonia. Sie fühlt sich der dunklen Seite zugehörig und vereint alles in sich, was eine weibliche Antagonistin ausmachen würde. Durchtrainiert, sarkastisch, schlagfertig und durchsiebt dich mit einem Schwert, wenn du auf ihrer Liste stehst. Nicht unbedingt die nette Nachbarin von nebenan. Mir war Antonia – oder auch Toni genannt – sehr sympathisch. Ihr Humor ist sehr dunkel und auf die Schippe nehmend. Jeder Situation begegnet sie mit Sarkasmus und das empfand ich als sehr passend zu ihrer Welt.

Der einzige strahlende und wahrscheinlich sogar schimmernde Lichtblick auf ihrer dunklen Seite, ist ihr Mitbewohner Lestat. Er ist ihr bester, schwuler Vampirkumpel und immer darauf bedacht, mehr Weiblichkeit aus Toni zu kitzeln. Er hat mich ebenfalls schnell für sich einnehmen können mit seiner loyalen und goldigen Art seiner besten Freundin gegenüber. Lestat würde sie sogar mit einem Autoschlüssel vor einem Riesen verteidigen.

Die Verteidigung und jemand, der auf ihrer Seite ist, hat Toni sehr bald nötig. Eine ihrer Jagdaufträge stellt sich schwieriger heraus, als gedacht. Geduld und Verständnis ist nicht gerade die Stärke ihres Arbeitgebers. Und er mag es nicht sonderlich, wenn du dich nicht an deinen Vertrag mit ihm hältst. Das weiß Antonia bestimmt am besten.

Mir gefielen die Story-Idee und einige Fantasy-Elemente, die die Autorin hier eingebaut hat. Sie hält die Spannung aufrecht, indem sie brutal, erotisch und sarkastisch eine Geschichte über Gut, Böse und Gleichgültigkeit schreibt. Leicht zeichnet sich die Andeutung einer Dreiecksbeziehung ab, die mich persönlich nicht abholen konnte. Antonia zeigt am Ende des Buches eine Tendenz zwischen den beiden Herren, die ich absolut nicht nachvollziehen konnte. Da ich für den anderen männlichen Love-Interest war, sowieso nicht. Ihre Wahl verbindet für mich Klischee mit Überstürzung von Gefühlen.

Neben meinem Favoriten in der Dreiecksbeziehung, Lestat und der Protagonistin Toni, konnte ich auch eher schwer einen Bezug zu den Charakteren herstellen. Diese waren mir noch zu blass. Wobei ich das als keinen allzu großen Kritikpunkt sehe mit Blick auf weitere Bände der Reihe, die uns noch von den anderen Charakteren berichten können. 

Die Autorin verbindet einen typischen fantastischen Weltenaufbau mit einer neuen Fantasy-Kick-Ass Figur. Hier handelt es sich definitiv um ein Buch für Leser, die in eine düstere Atmosphäre abtauchen wollen und sich gerne in sarkastische, schlagfertige Dialoge fallen lässt. Einige Charaktere dieser Geschichte habe ich direkt ins Herz geschlossen, andere wiederum sind mir noch zu blass. Letztendlich konnte mich der romantische Part nicht von sich überzeugen, was in einem Romantasy-Roman natürlich auch einiges ausmacht. Hier benötige ich im nächsten Band etwas mehr Tiefe (oder eine Umentscheidung von Toni). 



( 3,5 / 5 Dschinn)

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Beim Lesen des Buches von Sandra Binder, musste ich immer wieder an Spinnenkuss von Jennifer Estep denken. Nur, dass Esteps Protagonistin im Austausch für Geld Auftragskillerin und Toni im Auftrag des Teufels tötet. Beide können gut mit Waffen umgehen, sind trainiert, aber lassen bei einem Auftrag niemanden leiden - das ist ein eisernes Prinzip! Die Zwei und ihre Buchwelt weisen Ähnlichkeiten auf, haben aber natürlich ihre Eigenheiten. Sollte euch "Des Teufels Jägerin" gefallen haben, könnte Jennifer Esteps Buch etwas für dich sein. Ist "Spinnenkuss" absolut deins gewesen? Dann solltest du dir das Buch von Sandra Binder ansehen! =)



Worum geht's?

„Gin Blanco ist eine Auftragsmörderin, bekannt unter dem Namen »Die Spinne«. Geduldig liegt sie auf der Lauer, nähert sich ihren ahnungslosen Opfern und schlägt im richtigen Augenblick zu. Gnadenlos. Doch als sich ihr neuester Auftrag als Falle entpuppt, stürzt Gins Welt ins Chaos. Welcher ihrer unzähligen Feinde kennt ihre wahre Identität? Um ihren Gegner zu enttarnen, muss die Spinne ihr Netz verlassen und die Seite wechseln. Doch das Letzte, was man im Kampf gegen übermächtige Elementarmagie braucht, ist Ablenkung - besonders in Form des sexy Detectivs Donovan Caine...“

Quelle: Piper Verlag

Habt ihr eines der beiden Bücher bereits gelesen? Wie fandet ihr die Geschichten? Vielleicht befindet sich eines der Bücher ja sogar bereits auf eurer Wunschliste oder auf eurem SuB?

Natürlich bin ich auch sehr neugierig, ob jemand von euch ebenfalls die Parallelen gesehen hat. Ich freue mich auf eure Antworten. =)


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2 Kommentare:

  1. Huhu Leni,
    du hast mich ja schon auf Instagram neugierig auf dieses Buch gemacht. Sarkastische und schlagfertige Dialoge gehen natürlich immer. Auch das, was du über die Story schreibst, klingt interessant.
    Sehr schade finde ich es, dass hier die Charaktertiefe gefehlt hat und auch die Liebesgeschichte nicht zu überzeugen wusste.
    Wobei ich sagen muss, dass du mich für einen Moment hattest, als du davon berichtet hast, dass du dir gut vorstellen könntest, wie Lestat die Protagonistin mit einem Autoschlüssel verteidigt :o))))

    Ganz liebe Grüße
    Tanja :o)

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    1. Huhu Tanja,

      ich habe tatsächlich das Gefühl, dass ich in letzter Zeit häufiger über Charaktere mit sarkastischer und schlagfertiger Ader stolpere. Würde mich auch nicht beschweren drüber. ;-) Die Protagonistin, einen männlichen Charakter der Dreiecksbeziehung und den besten Freund der Protagonistin Lestat, fand ich sehr gut ausgearbeitet. Den anderen männlichen Love-Interest und weitere Charaktere wiederum bisher eher weniger. Den Punkt fand ich tatsächlich weniger schlimm, da ein Großteil der Hauptfiguren greifbar waren. Aber die Liebesgeschichte ging wirklich an mir vorbei. xD

      Lestat ist sooo goldig! Spätestens bei der Autoschlüssel-Szene muss man ihn ins Herz schließen. <3

      Ganz liebe Grüße
      Leni =)

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