**R** „Happy Spirits“ – von Amy E. Reichert

Charmanter Mehrgenerationenroman 


Erscheinungsdatum: 11.01.2024

Verlag: Heyne

ISBN: 9783453426115

Sprache: Deutsch

Taschenbuch 400 Seiten

Vielen herzlichen Dank an den Verlag für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplares! ♥

„Manchmal braucht die Liebe Hilfe aus dem Jenseits

Sabrina Monroe hat eine besondere Wie alle Frauen in ihrer Familie kann sie Geister sehen. Sie kommen zu ihr, weil sie Hilfe benötigen, die Dinge zu Ende zu bringen, die sie zu Lebzeiten nicht mehr abschließen konnten. Schon seit ihrer Kindheit wird Sabrina von Molly begleitet, einem gut gelaunten Geist, der romantische Komödien liebt. Als Sabrina in ihren Heimatort in Wisconsin zurückkehrt, verdreht ihr der charmante Gastronom Ray den Kopf. Doch was wird Ray sagen, wenn er von ihrem Geheimnis erfährt? Kann sie Molly und die anderen vor ihm verstecken? Dann taucht plötzlich der Geist von Rays verstorbenem Großvater auf und benötigt ihre Hilfe.“

Happy Spirits ist ein charmanter Mehrgenerationenroman mit Parallelen zu klassischen Netflix-Romanzen. Die Frauen in Sabrinas Familie können Geister sehen. Mit ihrer Hilfe werden Erbschaftsschreiben gefunden oder dem fremdgehenden Ehemann ein Streich gespielt. Trotzdem ist es eine Eigenschaft, die im Liebesleben manchmal im Weg stehen kann. 

Doch Ray ist ab Sekunde eins hingerissen von der geheimnisvollen Sabrina. Sie lernen sich in einem Plastikstühle-Gerangel kennen, während Sabrina erst Mal einen Margarita ins Gesicht geklatscht kriegt. Im Versuch sich vor den Ranglern zu schützen, kommen die Beiden ins Gespräch. 

Ich fand Ray und Sabrina wirklich süß im Umgang miteinander. Zufälle führen sie zueinander und je näher sie sich kommen, desto wärmer wird das Gefühl in der Magengegend. Vor allem der gesunde Umgang miteinander, imponiert mir in Romanen immer sehr. 

Ray mochte ich besonders gerne. Er ist süß, aufmerksam, charmant und lässt ihr immer genügend Freiraum. Er ist der erwachsene Traum-Good Boy. Sie wiederum war eine sehr authentische und introvertierte Hauptfigur. Nichts fällt Sabrina schwerer als Smalltalk oder dieser eine Anruf. Ihre Angst für Verrückt gehalten zu werden, wegen ihrer Gabe, hält sie von Menschen fern. Ich mochte ihre ruhige Art. Sie rastet nie aus, verhält sich empathisch und hat süße, kleine Marotten. Zum Beispiel legt sie in der Bücherei 5 €-Scheine in Romane, die sie gut fand – für die Person mit gutem Lesegeschmack. 

Ich dachte zunächst, dass der Roman einen höheren Fokus auf die unterschiedlichen Geister, ihre Geschichten und dadurch auch Emotionalität legen würde. Stattdessen ging es mehr um die Familien der beiden Hauptfiguren, Romantik und Humor. Zwar hätte ich mir ein bisschen mehr Geister-Vibes gewünscht, aber ich mochte den positiven Unterton der Geschichte, dass ich ständig eher am Schmunzeln war, ein Kribbeln im Bauch hatte statt Tränen im Auge wegen traurigen Geschichten von Verstorbenen. 

Einzig der Einstieg fiel mir etwas schwer. Ich hatte zunächst Schwierigkeiten mit dem Schreibstil. Amy E. Reichert nutzt teilweise sehr lange, beschreibende Sätze und wurde damit für mich ausschweifend. Stattdessen hätte ich mir mehr Dialoge gewünscht. Über die Seiten bin ich aber gut hineingekommen, insbesondere nach dem näheren Kennenlernen der unterschiedlichen Buchfiguren. 

Ein süßer, humorvoller Mehrgenerationen-Roman mit leichten Geister-Elementen. Wer auf der Suche ist nach einer ruhigen Wohlfühl-Liebesgeschichte mit gesunder Kommunikation, wird hier fündig. Emotionale Geistergeschichten sind jedoch etwas weniger angesiedelt. Eher stößt man auf lustige Szenen. 

Nur mit dem Schreibstil musste ich erst warm werden. Mehr Dialoge hätten mir das Lesevergnügen erleichtert. 


( 4 / 5 Dschinn)


♪♫♪♫♪♫♪♫♪♫♪♫♪♫♪♫♪♫♪♫♪♫♪♫♪♫♪♫♪♫♪♫♪♫♪♫♪♫♪♫♪♫♪♫♪♫♪♫♪♫♪♫♪♫♪♫




Als kleines Extra zur Rezension, möchte ich euch noch aufmerksam machen auf ein Goodie, das ich auf der Website der Autorin entdeckt habe. 

Als Gastronom, berichtet Ray immer wieder von leckeren Rezepten. Er probiert sich aus, ist kreativ und sorgte bei mir regelmäßig für einen knurrenden Magen. Fünf seiner hauseigenen Rezepte, kann man auf der Seite von Amy E. Reichert einsehen (mit Klick auf den Link gelangt ihr direkt zu den Rezepten). 

Mich persönlich reizt ja insbesondere der Cocktail "Pink Squirrel". Und euch?

2 Kommentare:

  1. Huhu Leni,
    eigentlich hatte ich dieses Buch gar nicht so richtig im Blick. Das hat sich nach dem Lesen deiner Rezension geändert. Du hattest mich bereits mit der Beschreibung von der Plastikstühle-Gerangel-Szene, aber auch die Idee mit den 5 Euro Scheinen für den guten Lesegeschmack fand ich einfach nur klasse. <3

    Überhaupt scheint die Geschichte eine gute Portion Humor zu besitzen, darüber hinaus aber auch nicht so viel, dass die Ernsthaftigkeit jetzt voll verloren geht.

    Was den Schreibstil betrifft: Das hätte auch für mich ein Kritikpunkt sein können. Oft, wenn ich das Gefühl habe, dass mich ein Buch über gewisse Strecken nicht erreicht, stelle ich fest, dass es an den fehlenden Dialogen liegt. Die brauche ich auch dringend. Lange Sätze noch oben drauf, empfinde ich spontan ebenfalls als zusätzlich störend.

    Ganz liebe Grüße
    Tanja :o)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Huhu Tanja,

      ich hatte das Buch auch gar nicht auf dem Schirm. Mir wurde es aber beim Bloggerportal in den Vorschlägen so oft angezeigt und ich bin immer am Cover hängen geblieben. Das wunderschöne Cover und der Klappentext haben mich letztendlich zum Lesen verleitet. Freut mich, dass die kleinen Auszüge aus dem Buch deine Neugier so entfachen konnten.

      Meine Empfehlung wäre mal in die Leseprobe hineinzuspitzeln. Dabei könntest du sicherlich ein Gefühl für den Schreibstil bekommen. Ich bin nach einigen Seiten hineingekommen, aber es macht ja doch viel aus, wie die Geschichte geschrieben ist und ob man damit zurecht kommt. <3

      Ganz liebe Grüße
      Leni

      Löschen

Wenn du auf meinem Blog kommentierst, werden die von dir eingegebenen Formulardaten (und unter Umständen auch weitere personenbezogene Daten, wie z. B. deine IP-Adresse) an Google-Server übermittelt. Mehr Infos dazu findest du in meiner Datenschutzerklärung meiner Datenschutzerklärung und in der Datenschutzerklärung von Google.