Montag, 3. August 2015

**R** "Herz verspielt" - von Simone Elkeles

Wie die Autorin mit diesem Buch mein Herz verspielte




Erscheinungsdatum Erstausgabe : 12.05.2014

Verlag : cbt

ISBN: 9783570309049

Sprache: Deutsch

Flexibler Einband 320 Seiten







Derek hat so seine Probleme, obwohl … eigentlich sind es die Anderen, denn sie besitzen selten genug Humor. Als ihm seine Stiefmutter aber dann eröffnet, dass sie gemeinsam zu ihrer Familie ziehen bekommt er wirklich ein Problem. Ihre Familie wohnt im letzten Kaff und mit seiner Stiefmutter hat er auch nicht unbedingt einen Draht. Dort angekommen trifft er auf die (ich zitiere:) „heiße Zuckerschnecke“ Ashtyn. Sie ist die Schwester seiner Stiefmutter, spielt Football, lässt sich von niemandem gerne helfen,  ganz zufällig in seinem Alter und das Chaos nimmt seinen Lauf…



Ich hatte so meine Erwartungen an dieses Buch, denn es lag schon eine Weile auf meiner WuLi und ich war total neugierig nach all den positiven Rezensionen dazu. Als ich aber noch nicht mal nach 100 Seiten das erste Mal abbrechen wollte, war ich mächtig enttäuscht.

Der Schreibstil ist wie typisch bei Jugendbüchern leicht und flüssig geschrieben, so dass ich zumindest damit keine Probleme hatte. Man kam angenehm voran und das war dann wahrscheinlich mein Grund doch nicht mitten im Buch abzubrechen.

Hier jagt aber auch einfach ein Klischee dem Nächsten, so dass ich irgendwann das Gefühl hatte wirklich jede Szene von irgendwoher schon mal gehört, gelesen oder gesehen zu haben. Für mich war kaum etwas Neues dabei, nur mit ein paar Stellen konnte mich die Autorin doch überraschen

Mein größtes Problem in diesem Buch hatte ich wahrscheinlich mit der Protagonistin Ashtyn. Mich hat einfach ihre Art gestört. Ständig hat sie zu Derek gesagt was er zu tun und was er zu lassen hat, während sie sich selbst natürlich alles erlauben konnte. Nur um mal ein Beispiel zu nennen: Das öffnen von anderen Briefen, ob es nun in einem Mülleimer liegt oder nicht, ich finde das sollte man nie öffnen, wenn es nicht an einen selbst adressiert ist. Dann hat sie wiederum oft einfach total ohne Sinn gehandelt und ihre Gefühle haben auch von einer Sekunde zur nächsten geändert. (Stimmungsschwankung Alarm!!) Natürlich könnte man jetzt sagen „Typisch Mädchen halt.“, aber NEIN!! Das hatte schon ein ganz eigenes Ausmaß an Unlogik. Das einzig vorhersehbare an ihren Gefühlen war, dass man sie ja nicht beschützen soll, denn sie ist ja so ein taffes Mädchen (dann mal wieder nicht und dann mal wieder doch, aber egal... NICHT! BESCHÜTZEN!). Eine positive Sache an ihr kann ich aber nicht leugnen, unsere geteilte Liebe zu Essen und vor allem Süßigkeiten! *schmunzel*

Derek war mir da um einiges angenehmer. Er ist dieser typische Bad-Boy und hatte auch hier und da seine Seltsamheiten, wobei mir seine „Scheiß doch mal drauf“-Einstellung in vielen Situationen im Buch mal wirklich gefallen haben. In manchen Situationen sollte man die echt mal übernehmen und nicht allen Handlungen so viel ernst zuschreiben. Das Beste an ihm war jedoch sein Humor und seine Streiche. Man kam kaum bei einen von den Beiden ohne ein Schmunzeln im Gesicht davon. Auch seine Beziehung zur Familie hat es mir dann doch angetan (Wer sieht das Klischee?).



Vielleicht ging ich einfach mit zu hohen Erwartungen an das Buch? Ich weiß es nicht, aber mit der Protagonistin wollte ich mich aufs Schießen komm raus nicht anfreunden und das macht denke ich mal schon ziemlich viel aus...


( 2 / 5 Dschinn)


Hättet ihr auch schon mal ein Buch, an das ihr mit ziemlich hohen Erwartungen rangegangen seid und am Ende davon enttäuscht wart? 

Kommentare:

  1. Huhu Leni,
    das Cover des Buches habe ich schon mal irgendwo gesehen. Gelesen habe ich es allerdings noch nicht. Schade, dass es dir nicht so gefallen hat. Ich finde ein bisschen Bad Boy in Liebesgeschichten ja auch immer ganz knuffig ;o) Wenn die Hauptcharakterin nicht zu überzeugen weiß, kann mir das auch ganz schnell den Roman vermiesen.
    Das nächste Buch wird bestimmt besser :o)
    Ganz liebe Grüße Tanja

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallöchen Tanja,
      ich finde ja, dass man nicht wirklich etwas was verpasst wenn man das Buch nicht gelesen hat. Wie gesagt sind sehr viele Klischees mit eingebaut oder etwas das man schon irgendwoher kennt. Wobei ich dir zustimmen kann, dass ein bisschen Bad Boy in Liebesgeschichten so sein gewisses etwas hat. =') Ich glaube von den Protagonisten hängt ziemlich viel ab. Wenn das Buch nicht ganz so toll ist, aber dafür die Charaktere darin, rettet das glaube ich sehr viel und eben genau das gleiche auch umgekehrt.
      Bestimmt. =)))
      Ganz liebe Grüße auch an dich
      Leni =)

      Löschen
  2. Hey ;)
    Da ging es mir genauso wie dir!
    Mir hat das Buch leider nicht so gut gefallen wie erhofft. Auch war das Buch total verwirrend für mich, da der Klappentext komplett anders war wie letztendlich die Geschichte selbst.

    Liebe Grüße,

    Lena

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Huhu Lena,

      da bin ich ja froh, dass ich nicht die Einzige war. Als ich mich mal bei anderen Rezensionen zu dem Buch umgesehen habe, konnte ich mich vor positiven Eindrücken kaum retten. =') Zwar Schade, dass es dir nicht schönere Lesestunden eingebracht hat, aber du weißt, du bist nicht allein! =D

      Liebe Grüße
      Leni =)

      Löschen
  3. Hey,
    echt Schade, dass dir dieses Buch nicht gefallen hat :) Aber naja Elkeles ist manchmal gut und manchmal leider nicht sooo.... :/
    Ich hatte es ja schon öfter, dass ich an ein Buch mit großen Erwartungen rangegangen bin :( Spontan fällt mir ein:"Ein ganzes halbes Jahr". Ich wurde mit dem Buch soo gar nicht warm & fand es einfach nur schlecht.
    Liebe Grüße
    Colette

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Huhu Colette,

      kannst du denn ein anderes Buch von der Autorin empfehlen? Dann würde ich mich vielleicht doch noch mal an ein Elkeles wagen. =) Bei dem Buch "Ein ganzes halbes Jahr" habe ich das schon etwas öfters gehört. Selbst meine Freundin meinte, dass sie das Buch sogar langweilig fand. ö.ö Schade, dass dich das Buch nicht so überzeugen konnte. =/

      Ganz liebe Grüße
      Leni =)

      Löschen
    2. Hey,
      "Du oder das ganze Leben" hab ich mit 15 geliebt! Ich find es auch heute noch super schön - aber es ist für jüngere Leser//Teenager perfekt :) Find ich zumindest :D Da gibt's eine ganze Triologie -> Die "Du oder..."_-Trio. Da sind finde ich ja alle drei Bücher echt schööön. von der "Sommerflirt"-Reihe der autorin würde ich lieber wieder abraten - die ist nicht soo gut :)
      Liebe Grüße
      Colette. :D

      Löschen