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**R** „Der Mitreiser und die Überfliegerin“ – von Mira Valentin

Glaubst du an Magie?




Erscheinungsdatum: 18.08.2017

Verlag: /

ISBN: 9781521837337

Sprache: Deutsch

Flexibler Einband 288 Seiten




„Ist es Magie? Oder einfach nur das Leben?

Die Welt des 18-jährigen Milan gerät aus den Fugen, als seine Sandkastenfreundin Jo bei einem Kletterunfall ums Leben kommt. Doch dann fliegt ihm plötzlich ein weißer Wellensittich zu, der ihn ganz bewusst zum Zirkus Salto lockt. Dort lernt Milan die schöne, aber womöglich verrückte Trapezkünstlerin Julie kennen. Angezogen von ihrer sonderbaren Theorie über magische Menschen und Seelentiere reist Milan mit dem Zirkus und lernt: Es erfordert eine Menge Mut, sich den Herausforderungen des Lebens zu stellen. Oder Magie - ganz wie man es nimmt.“
Quelle: Amazon


Nachdem Milan seine beste Freundin und erste Liebe Jo fallen und sterben hat sehen, gibt er sich selbst die Schuld dafür. Seitdem stürzt er sich in tiefe Depressionen, hält den seelischen Schmerz nur noch durch körperlichen aus und verliert sich selbst. Er wurde zum Überlebenden, der verlernt hat zu lernen. Bis ihn sein Seelentier, der weiße Wellensittich auffindet.

Seelentier: loyale und zutrauliche Tiere, die die Magie in Menschen erkennen und jemanden unter ihnen auserwählen, um diesen zu beschützen und zu vervollständigen

Dieser führt ihn zum Zirkus Salto. In eine Welt voller Magie, Wildheit, Träume und Leben. Er besteht aus der Überfliegerin Julia, dem Tigerdeumpteur (Damien), seiner Frau Nancy, dem Clown Pedro, der Schlangentänzerin Marcella, einer Wahrsagerin, dem Zirkusdirektor und vielen mehr. Eine riesen Zirkustruppe, die größtenteils verwandt oder familienähnliche Bündnisse pflegt. Die Truppe ist bunt, vielseitig, hat ihre Marotten und leben ihre innere Magie aus.

„Lassen Sie Ihren Verstand zurück und benutzen Sie Ihr Herz. Gehen Sie verloren und finden Sie sich selbst. Willkommen im Wunderland des Zirkus Salto.“ - Zirkusdirektor

Die Geschichte liest sich sehr flüssig, obwohl einige Sätze im Buch etwas lang geraten sind und mit einigen Kommas versehen sind. Zwar sticht der Schreibstil nicht weiter großartig heraus, doch gibt es einige Zitate, Sprüche und Weisheiten, die ich mir gerne markiert habe.

Man liest ausschließlich aus der Sichtweise von Milan. Mit seinem Eintreffen im Zirkus Salto stellt sich der Leser schnell die Frage: Können die Zirkusartisten, der Zirkus oder Milan selbst ihm helfen wieder zu leben? Sehr schnell bilden sie eine Gemeinschaft, die auf den jeweils anderen aufbaut und die sich gegenseitig stützt. Ist Milan dem gewachsen?

Sehr gut gefallen hat mir die Message der Geschichte. Die bunte Truppe offenbart über die Zeit wichtige Dinge über das Leben. Sei du selbst, lebe dein Leben, erlaube dir zu träumen, sei kreativ und erwecke den Funken Magie in dir selbst.

„Sie haben Recht, wenn sie uns davor warnen wir selbst zu sein, denn wir sind wild und gefährlich.“ – die Überfliegerin zum Mitreiser

Verpackt wird das alles in eine Geschichte im atmosphärisch beschriebenen Zirkus. Das Flair wurde richtig schön beschrieben. Ich roch praktisch schon den Popcornduft, der in der Luft hing, sah die Überfliegerin am Trapez turnen oder die Schlangentänzerin durch die Gegend wirbeln. Auch die Seelentiere waren eine gelungene und putzige Abwechslung. Es kommt sogar ein Tigerbaby in der Geschichte vor. Was will man mehr? Vielleicht ja die zarte Liebesgeschichte, die dem Handlungsverlauf Zauber einhaucht.

Was mir jedoch ein wenig sauer aufgestoßen ist, ist das starke und überspitzte Feindbild gegenüber den Menschen, die nicht so „lebendig“ sind, wie die Personen im Zirkus. Personen, die jemals auf ihre Vernunft gehorchen, statt ausschließlich auf ihr Herz, sind DAS Böse im Buch. Versicherungen oder Sicherheit im Allgemeinen sind „nicht notwendig“ – wild leben ist das Motto. Ein Leben wie in einer Vorzeigefamilie ist nicht richtig, weil man dabei sein inneres (wildes) Ich „unterdrücken“ muss. Ich denke ein gewisses Mittelmaß wäre etwas geeigneter gewesen.


Eine unfassbar atmosphärische Geschichte mit viel Lebensweisheit und tollen, liebevollen Charakteren. Auf jeden Fall bringen einige Sätze und Dialoge zum Grübeln oder mitfiebern. Was brauch der Mensch, um sich komplett zu fühlen? Wie geht er mit Schicksalsschlägen um und können andere Personen einen aus einem schwarzen Loch helfen? Auch wenn die Fragen in dem Buch nicht beantwortet werden können, so werden sie dennoch gut aufgegriffen. Außerdem: Tigerbabys!! ♥ Einzig das starke Feindbild gegenüber vernünftigen Entscheidungen, fand ich etwas krass und überspitzt.


„Ihr Blick streifte den von Milan, aber nur für Sekunden, bevor sie sich wieder im Glanz ihrer Darbietung verlor, vollkommen in dem Rausch aufging, sich zu wiegen und zu verbiegen, durch die Luft zu tanzen und auf die Schwerkraft zu spucken.“ – über die Überfliegerin



( 4 / 5 Dschinn)


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Die Aussage in dem Buch möchte ich wirklich gerne nochmal aufgreifen, da ich sie als für sehr wichtig erachte. Man sollte definitiv mal kleine verrückte Dinge tun, sein Leben leben und sich erlauben Träume zu haben (und eventuell auch auszuleben). Zu diesem Buch voll kreativer Ideen und Personen habe ich es mir erlaubt, auch wieder kreativ zu werden und das mit dem Wort "Träume" zu verbinden.




Der Traumfänger fängt die bösen Träume auf und lässt nur die Guten zu euch durchdringen. Für mich hat das Motiv zum Buch am besten gepasst und die Federn vom Cover wollte ich auch mit aufnehmen.


Was verbindet ihr mit dem Thema "Träume"? Wie werdet ihr am liebsten kreativ? Und was war die letzte verrückte Sache, die ihr getan habt? Habt ihr schon mal einen Zirkus besucht? Wirkte dieser auch magisch auf euch?


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